Benjamin Haemhouts ist einer der leidenschaftlichsten belgischen Musiker unserer Tage.

Nach einer Karriere als Soloposaunist in Deutschland bei den Bamberger Symphonikern wendete er sich dem Dirigieren zu und studierte Orchesterleitung bei dem russischen Dirigenten Alexander Polyanichko, dessen Assistent er auch war.

Seine Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Valery Gergjev, Bernard Haitink, Herbert Blomstedt, Gustavo Dudamel, Guiseppe Sinopoli, Jonathan Nott und Essa Pekka Salonen beeinflusste ihn nachhaltig.

 

Seit er 2008 Chefdirigent der Belgischen Kammerphilharmonie wurde, fällt er durch bahnbrechende Programme auf, in denen er gerne zeitgenössische Werke mit Barock und Klassizismus kombiniert.

Seine Interpretationen kennzeichnen große Kontraste, genaue Artikulation und eine farbige, dynamische Spielweise.

 

Nach einem seiner ersten Konzerte als Chefdirigent der Belgischen Kammerphilharmonie titelte das belgische Wochenblatt KNACK: „Energy from Belgium!“ In diesem Konzert kombinierte er das „Salve Regina“ von Pergolesi ohne Unterbrechung mit einem Werk von Weltrang des mit Preisen ausgezeichneten Stefan Prins.

 

Dieser Slogan ist inzwischen sein Markenzeichen geworden und umschreibt seinen Ehrgeiz und seine Leidenschaft perfekt.

Ben Haemhouts ist ein Erneuerer, der sich dem klassischen Repertoire aus einer modernen Perspektive nähert. Ständig sucht er nach neuen jungen Komponisten mit einer eigenen musikalischen Sprache und arbeitet gerne mit Spitzensolisten aus Belgien zusammen.

Seine Aufführungen sind als wahre Erlebnisse bekannt, was dafür sorgte, dass er innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Angebote aus verschiedenen europäischen Ländern und Japan bekam.

 

Bei der Belgischen Kammerphilharmonie führte er neben die normale Konzertreihe ein Projekt mit sozialem Engagement und Kindern ein. Sein Ansatz, dass Musik allen Bevölkerungsschichten zugänglich sein muss und Teil der Gesellschaft sein sollte, fand enormen Beifall in Belgien.

 

Als Gastdirigent leitete Benjamin Haemhouts zahlreiche Jugendorchester, darunter die Junge Deutsche Philharmonie, das Sinfonieorchester des Antwerpener Hochschule und das „Orchestre Jeunesses Musicales“.

Er dirigierte die Uraufführung von „La Création“, des Belgischen Komponisten André Laporte, mit dem HermesEnsemble und war bei verschiedenen Ensembles für zeitgenössische Musik in Belgien, den Niederlanden und Deutschland zu Gast.

Neulich feierte er sein Debüt beim Sinfonieorchester der Philharmonie Chernovcy und dirigierte er das Rundfunk Orchester Brüssel (Brussels Philharmonic).

2012 stehen zahlreiche Engagements auf seinem Programm, darunter im Concertgebouw Amsterdam.